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Presse
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in "Tourenfahrer" Ausgabe 2/2011: TOURENFAHRER-Report
"Made in Germany" |
"Funktionalität statt modischem schnickschnack"
lautet die Device bei Köhler Trikotagen
im Saarland.....
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Saarbrücker Zeitung vom 14. März 2003
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Unser
Foto zeigt Firmenchef Hans-Jürgen Köhler
im Kreise seiner Näherinnen. Der Vorzug
der Wäsche: Dank einer Kunststoff-Faser
wird der Körperschweiß von innen
nach außen durch die Wäsche geleitet,
das sorgt für Trockenheit und angnehmes
Klima auf der Haut.
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Da rattert die Unterhose.
Köhler Trikotagen hat sich im Zuge der Krise,
die das Textilgewerbe Anfang der 90er beutelte,
auf die Herstellung von Funktionsunterwäsche
spezialisiert. Un die wird von Sportlern und Menschen,
dieArbeitskleidung tragen müssen, geschätzt
und nachgefragt.
Das Familienunternehmen Köhler Trikotagen
in Riegelsberg hat die Krise der Textilbranche
Anfang der 90er Jahre mit intelligenten Produkten
gemeistert: Funtionsunterwäsche für
den Sportsektor ist sehr gefragt.
- von Angelika
Christ -
Riegelsberg.
Eine enge Box aus Kiefernholz, das Thermometer
zeigt 90 Grad Celsius, die Luftfeuchtigkeit
ist gering.
Ein Mann der es wissen will, schreitet gnadenlos
zum Selbstversuch: Als er die finnische Sauna
betritt, ist er dick eingemummelt in eine schwere
Ledermontur, die ihm draußen, auf seinen
Touren mit seinem Motorrad beste Dienste leistet.
Darunter trägt er Microfaser, vom Kopf
bis zu den Fußsohlen, von der Sturmhaube
unterm Helm, bis zum stramplerähnlichen
Overall. Schweiß dringt schubweise aus
seinen Poren. Doch er harrt wacker aus, - die
Sanduhr zeigt: noch fünf Minuten. Dann
verlässt er fluchtartig die Sauna. Spürt
nach, wie er sich fühlt.Erstaunlich trocken
nach diesem Kochwaschgang. Und er befindet:
Das mit dem optimalen Feuchtigkeits-Transport
von innen nach außen, den ihm die Riegelsberger
Firma Köhler Trikotagen bei einer Motorrad-Messe
für ihre Funktionsunterwäsche versprochen
hat, das wirkt.
Firmenchef Hans-Jürgen Köhler erzählt
schmunzelnd von diesem Furchtlosen, der es genau
wissen wollte. "Tactel, das ist Know how",
sagt der 57-jährige. Und es ist gerade
dieses Know how, welches das traditionsreiche
Familienunternehmen die Krise der Textilbranche
überleben ließ. Nach dem Fall des
Eisernen Vorhangs und der Verlagerung der Produktion
gen Osten brachen harte Zeiten für die
Riegelsberger an. Mit der Herstellung von herkömmlicher
Baumwollunterwäsche war man nicht länger
konkurrenzfähig. Die strickten andere billiger.
Doch angeregt durch den Rennarzt Dr. Christoph
Scholl eroberte sich Hans-Jürgen Köhler
eine Marktnische: Er entwickelte eine (Ganzkörper)-Unterwäsche,
die dem Bedarf von Motorradfahrern entsprach:
Sie sollte nicht nur hautsympathisch, elastisch
und pflegeleicht sein, sondern vor allem Schweiß
von der Haut weg transportieren und damit Feuchtigkeit
und Temperatur regulieren, damit es dem Fahrer
auch bei großer Anstrengung und Hitze
wohl in seiner Leder-Zweithaut ist. Die Micro-Faser
"Tactel" erfüllt diese Bedingung.
Köhler und seine rechte Hand Andreas Weißenfels
strickten an einem Zweilagen-System: Auf der
der Haut zugewandten Seite wurde atmungsaktives
Tactel verarbeitet, die andere Seite bestand
aus einer dünnen Baumwollschicht, die Feuchtigkeit
vorübergehend aufnimmt, damit diese allmählich
verdunsten und von der Oberbekleidung nach außen
geleitet werden kann, ohne dass der Sportler
ein Gefühl von Kälte oder Nässe
empfindet. Außerdem wirke der Zwei-Faser-Stoff
im Motorrad-Sektor als Verschiebeschicht, die
den Sturz abfängt, der trotz Lederbekleidung
auf der Haut eine schmerzhafte Hobelwirkung
entfalten kann. Aus diesem Grund -und auch wegen
der Hygiene- empfiehlt Köhler, auch im
Sommer möglichst lange Bekleidung unter
dem Lederdress zu tragen.Was gut ist, kann man
noch besser machen, sagte sich Köhler.
Und entwicklete letztes Jahr ein ganz neues
Produkt, das nur noch aus der Kunstfaser "Tactel"
besteht.
Der Clou: Das Material ist mit einer unterschiedlichen
Zahl von Kapillaren ausgestattet, die man sich
wie kleine Speicherzellen vorstellen muss. Außen
ist die Zahl der Kapillare größer
als auf der Hautseite. Der Schweiß wandere
daher nach außen und trockne dort viel
schneller als bei einer Beschichtung mit Naturfasern.
Nicht nur Motorrad-Fahrer wissen diesen Komfort
zu schätzen, auch Skiläufer, Reiter,
Wanderer, Jogger oder Menschen, die beruflich
körperlichen Anstrengungen ausgesetzt sind,
profitieren von dem synthetischen Wohlfühlklima
auf der Haut.
Die Bodenbesatzung des Frankfurter Flughafens,
der sich heute Fraport nennt, hat gleich 8000
der superdünnen Leibchen made by Köhler
geordert. Nicht direkt in Riegelsberg, sondern
über einer der Vertriebspartner bei denen
die Fraport AG ihre Dienstkleidung least. Auch
FORD Saarlouis trägt unterm Overall verbreitet
Köhler. Auf einen eigenen Außendienst
verzichtet des bodenständige, 1950 gegründete
Unternehmen.
"Ich muss entscheiden, was ich machen
will", sagt der Chef, der weiß, was
er an seinen Großkunden hat. Da ist beispielsweise
ein Anbieter von Arbeits-Oberbekleidung, der
Köhler-Underwear in sein Katalog-Sortiment
aufgenommen hat. Oder das auf Waffen und Jagdbekleidung
spezialisierte Unternehmen ANSCHÜTZ in
Ulm, das Riegelsberger Funktionsunterwäsche
anbietet, - das Ausharren auf dem Hochsitz kann
sehr kalt sein.
Neben dem Vertrieb durch Fremdfirmen entwickelt
sich der Internet-Handel zu einem immer wichtigeren
Standbein (www.koehler-trikotagen.de). Und natürlich
sei es wichtig, sich auf Fachmessen wie der
Intermot in München zu präsentieren,
um Kontakte zu pflegen und auszubauen. Da trifft
man dann eben auch auf Leute, die Materialeigenschaften
genau überprüfen...
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Artikel : Protektiver Wert von Motorradbekleidung
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Saarbrücker Zeitung "Nähen, nichts
als nähen" |
Die Näherinnen: Bei Köhler-Trikotagen
in Riegelsberg arbeiten zehn, meist sehr langjährige
Mitarbeiterinnen, darunter einige, die noch den
Beruf der Bkleidungsnäherin gelernt haben.
Dieses Berufsbild, für das einst eine einjährige
Ausbildungdauer galt, wurde abgeschafft, was Chef
Hans-Jürgen Köhler bedauert. Die Funktionsunterwäsche
sei zwar hinsichtlich der Materialeigenschaften
ein High-Tec-Produkt, aber das Nähen der
T-Shirts, Unterhosen, Overalls und Sturmhauben
sei standardisiert und könne nach recht kurzer
Anlernzeit bewältigt werden, sagt Köhler.
Die Stoffe: werden nicht im eigenen
Haus gefertigt, sondern auf der Schwäbischen
Alb, dem traditionellen Zentrum der deutschen
Bekleidungsindustrie und auch heute noch ein Ort,
an dem die Soffe veredelt werden. Die Strickmaschinen
der Köhlers wurden dorthin ausgelagert. Die
Riegelsberger kaufen das Garn, lassen es von Lohnstrickern
wirken und anschließend in einem Veredelungsbetrieb
weiterverarbeiten. Die fertigen Stoffballen kommen
ins Köllertal zurück, werden dort zugeschnitten,
genäht und anschließend zu den Vertriebspartnern
transportiert.
Der Vertrieb: Die Wäsche
hat Kunden in ganz Europa: in den Niederlanden,
Belgien, Frankreich, der Schweiz, Ungarn, Griechenland
und Lettland gibt es Großhandelsbasen,
die über ein breit gefächertes Filialnetz
die Leibchen & Co an den Mann und die Frau
bringen.
- von Angelika
Christ -
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Produktbericht von Dr. Christoph Scholl 27.03.2000
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Protektiver
Wert von Motorradbekleidung von Dr. Christoph Scholl
27.03.2000
| Mehr als bei anderen
Sportarten kommt der Schutzkleidung beim
motorisierten Zweiradfahrer eine besondere
Bedeutung zu. Anderseits macht das "Frischluft-Feeling"
und das mit allen Sinnesorganen die Umwelt
wahrnehmen, auch den besonderen Reiz des
Motorradfahrens aus. Die Schutzfunktion
ist vielschichtig. Erstens spielt das
"Hautklima" eine wichtige Rolle,
der Kopf muß gut belüftet sein,
Hände und Füße müssen
vor allen Dingen warm sein, die Haut sollte
nicht naß werden, sollte nicht der
Zugluft ausgesetzt sein.
Kalte Hände und Füße können
einem nicht nur den Spaß am Motorradfahren
verderben, sie sind auch ein erhebliches
Risiko für den Fahrer, weil Oberflächensensibilität
und Tiefengefühl bei nur 4-5°
Unterkühlung an Händen und Füßen
(statt 29°, ca. 24°) dramatisch
abnimmt. Aus medizinischen Gründen
ist jedoch die Schutzfunktion der Kleidung
als Schutz vor Verletzungen auch besonders
wichtig (Oberflächenperforationsschutz,
Druckverteilung, Energieabsorption, Negativbeschleunigung,
in Newton-Meter). |
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Es ist zum Beispiel seit Einführung der
allgemeinen Helmpflicht 1974 der Anteil von
Schädel-Hirn-Verletzungen beim Motorradfahren
ganz entscheidend zurückgegangen. Zweifelsfrei
ist das wichtigste Synonym für Schutz des
Motorradfahrers der Helm. Zu den Helmen kann
man allgemein sagen, nicht die Art des Helmes
ist entscheidend, das wichtigste Kriterium ist,
daß der Helm optimal paßt auf den
jeweiligen Kopf. Alle in Deutschland zugelassen
Helme unterscheiden sich nur unwesentlich in
Schutzfunktion und Dämpfungseigenschaften.
Der Helm sollte ferner auf die individuellen
Bedürfnisse zugeschnitten sein; d. h. Tragekomfort,
Belüftung, Blickfeld und Visiermechanismus,
das sind Kriterien die viele Motorradfahrer
je nach Einsatzzweck unterschiedlich beurteilen.
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Als synonym
für Schutzkleidung ist häufig
die Lederkombi genannt. Allgemein ist
zu sagen, daß der Tragekomfort bei
textiler Schutzkleidung wesentlich höher
ist als bei Leder. Für Straßenrennsport
und hohe Beanstandung empfehlen wir natürlich
Leder, weil Eigendämpfung und Abrissfähigkeit
wesentlich besser sind als bei textiler
Schutzkleidung. Zudem lassen sich entsprechende
funktionelle Verstärkungen (Protektoren)
an Gelenken wesentlich besser und rutschsicherer
platzieren als bei textiler Schutzkleidung.
Mit Helm und Lederkombi ist man noch nicht
ausreichend ausgerüstet. Wichtig
sind gute Handschuhe, die möglichst
mit dem Leder fest verbunden sind, die
an sturzgefährdeten Partien auch
ausreichend verstärkt sein sollen.
Wie heute bei allen dynamischen Sportarten
kommt auch beim Motorradfahren der Unterwäsche
eine besondere Bedeutung zu. |
Sie soll zum einen die Haut klimatisieren,
d. h. Feuchtigkeit von der Haut weg transportieren
und die Haut trocken halten. Zum zweiten hat
sie eine wichtige Funktion als Verschiebesicht
zwischen Haut und Kombi, insbesondere wenn die
Haut geschützt ist, damit die Kombi nicht
an der Haut kleben kann und es trotz intakter
Lederkombi an sturzgefährdeten Partien,
wie Ellenbogen, Hüften und Schultern, zu
Haut- und Weichteilverletzungen kommt. Der Tragekomfort
von Leder, insbesondere bei großer Hitze,
kann durch das Tragen von funktioneller Unterwäsche,
auch als Skiunterwäsche bezeichnet, ganz
entscheidend verbessert werden. Anzumerken ist
noch, daß es medizinisch sinnvoll ist,
unter dem Helm eine sogenannte "Sturmhaube"
zu tragen, am besten auch aus Mikrofaser, weil
dadurch Schweiß, Talg und Salze nicht
in den Helm ziehen können. Ferner sollte
man den Hals schützen, am besten durch
eine Fleece- oder Mikrofaser Halskrause, damit
nicht die Halsmuskulatur einer unterschiedlichen
Temperatur wie Kopf und Stamm durch den Fahrtwind
ausgesetzt wird.
Der Nierengurt ist heute keine Frage mehr zur
Stützung der Nieren, sondern man kann dem
Bauchraum unter Kompression setzen, wenn man
sicherheitsbewußt ist, weil dadurch die
Gefahr von stumpfen Bauchverletzungen verringert
wird. Bei sportlichem Motorradfahren empfehlen
wir unbedingt das Tragen eines Rückenprotektors,
der ausreichend groß dimensioniert sein
muß und verrutschungssicher plaziert sein
sollte.
Motorradschutzkleidung kann
nicht Unfälle verhindern, sie kann aber
dramatisch Unfallfolgen reduzieren und uns damit
unser schönes Hobby Motorradfahren besser
mit Freude erhalten.
Dr. Christoph Scholl
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